{"id":351,"date":"2017-12-16T10:40:13","date_gmt":"2017-12-16T09:40:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.chotanagpurgruppe.de\/?p=351"},"modified":"2018-03-31T16:12:21","modified_gmt":"2018-03-31T15:12:21","slug":"baswan-bigha","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.chotanagpurgruppe.de\/?p=351","title":{"rendered":"Baswan Bigha Primary Weavers Co-operative"},"content":{"rendered":"<p>Schon seit undenklichen Zeiten wird in Nalanda das Weberhandwerk gepflegt. Heute sind die Textilien aus diesem im Norden des Bundesstaates Bihar gelegenen Distrikt zu einem regionalen Markenzeichen geworden, da die benutzten Muster an keinem anderen Ort in Indien zu finden sind.<\/p>\n<p>Die meisten Weber in Nalanda sind Muslime, wobei sowohl M\u00e4nner als Frauen an den Webst\u00fchlen sitzen. Sie weben traditionelle gestreifte und ornamentale Muster vor allem Tiere. Beim Weben der gestreiften Muster wird das Schiffchen einfach hin und her geschossen, was wenig Arbeitszeit erfordert. F\u00fcr regelm\u00e4\u00dfige, geometrische Muster bedienen sich die Weben eines Lochkartensystems. Tier- und Figurenornamente m\u00fcssen auch heute noch mit der Hand ausgez\u00e4hlt werden.<\/p>\n<p>Bis in die 1990er Jahre waren die Weber in Genossenschaften unter dem Dach des Handloom Board des Bundesstaates Bihar organisiert. Auf diese Weise bekamen sie Garn zu kontrollierten Preisen und konnten mit einem zuverl\u00e4ssigen Absatz zu fairen Bedingungen rechnen. 1990 begann im Handloom Board eine F\u00fchrungskrise, die alle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Weber aussetzte. Unsere indische Partnerin, die Bihar State Export Corporation organisierte eine kleine Webergenossenschaft in Bawan Bigha, einem Dorf nahe Biharsharif und versorgte sie mit Garn und Auftr\u00e4gen. So kam die Produktion wieder in Gang. Die Genossenschaft baute eine neue Halle und besorgte breite Webst\u00fchle f\u00fcr Doppelbett\u00fcberw\u00fcrfe. Leider stockte der regionale Absatz, so dass die Weber auf den Export angewiesen waren. Auch hier bei uns ging die Nachfrage zur\u00fcck, so dass wir jetzt zusammen mit den Webern \u00fcberlegen, wie sie unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Internet ist <strong>Baswan Bigha Primary Weavers Co-operative Society Ltd<\/strong>\u00a0 nicht zu finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon seit undenklichen Zeiten wird in Nalanda das Weberhandwerk gepflegt. Heute sind die Textilien aus diesem im Norden des Bundesstaates Bihar gelegenen Distrikt zu einem regionalen Markenzeichen geworden, da die benutzten Muster an keinem anderen Ort in Indien zu finden sind. Die meisten Weber in Nalanda sind Muslime, wobei sowohl M\u00e4nner als Frauen an den Webst\u00fchlen sitzen. Sie weben traditionelle gestreifte und ornamentale Muster vor allem Tiere. Beim Weben der gestreiften Muster wird das Schiffchen einfach hin und her geschossen, was wenig Arbeitszeit erfordert. F\u00fcr regelm\u00e4\u00dfige, geometrische Muster bedienen sich die Weben eines Lochkartensystems. Tier- und Figurenornamente m\u00fcssen auch heute noch mit der Hand ausgez\u00e4hlt werden. Bis in die 1990er Jahre waren die Weber in Genossenschaften unter dem Dach des Handloom Board des Bundesstaates Bihar organisiert. Auf diese Weise bekamen sie Garn zu kontrollierten Preisen und konnten mit einem zuverl\u00e4ssigen Absatz zu fairen Bedingungen rechnen. 1990 begann im Handloom Board eine F\u00fchrungskrise, die alle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Weber aussetzte. Unsere indische Partnerin, die Bihar State Export Corporation organisierte eine kleine Webergenossenschaft in Bawan Bigha, einem Dorf nahe Biharsharif und versorgte sie mit Garn und Auftr\u00e4gen. So kam die Produktion wieder in Gang. 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