{"id":74,"date":"2014-02-21T14:49:48","date_gmt":"2014-02-21T13:49:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.chotanagpurgruppe.de\/?p=74"},"modified":"2018-01-24T19:27:56","modified_gmt":"2018-01-24T18:27:56","slug":"webarbeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.chotanagpurgruppe.de\/?p=74","title":{"rendered":"Nivucha Weavers Co-operative Society"},"content":{"rendered":"<p>Die von uns importierten Webarbeiten aus Chotanagpur im Bundesstaat Jharkhand f\u00fchren eine alte Tradition weiter. In der Vergangenheit arbeiteten die Weber aus der Samasi-Kaste in erster Linie f\u00fcr das Mundavolk und produzierten f\u00fcr sie Saris und andere traditionelle Kleidungsst\u00fccke. Auch in Indien hat die massenproduzierende Industrie Einzug gehalten. Als Konsequenz sind die bisherigen Abnehmer der Weber auf die billigeren und als modern geltenden maschinell produzierten Saris umgestiegen.<\/p>\n<p>Sowohl die Samasi wie auch die Mundas sind schriftlose Gesellschaften, weshalb die in die T\u00fccher gewebten Symbole und Muster eine wichtige \u00dcberlieferung ihrer Kultur sind. Damit diese nicht verloren geht, wird seit Mitte der 1970er Jahre versucht, mit den traditionellen Techniken, Mustern und Materialien Waren herzustellen, die auf dem europ\u00e4ischen Markt eine Chance haben. Da die Weber fast alle Analphabeten sind, k\u00f6nnen sie zwar die Produktion organisieren, sind mit den Exportformalit\u00e4ten jedoch \u00fcberfordert. Es gelang uns, in Indien Partner zu finden, die den Export \u00fcbernommen haben. Der erfolgreiche Export hat den Webern nicht nur einen neuen Kundenkreis erschlossen, sondern auch dazu gef\u00fchrt, dass die T\u00fccher jetzt auch in Indien nicht mehr als unmodern gelten und der Absatz wieder gestiegen ist.<\/p>\n<p>In den 1980 Jahren gelang es den Webern, eine Genossenschaft zu gr\u00fcnden, die Nivucha Weavers Co-operative Society. Mit Hilfe unseres Projektes konnten sie einen Gesundheitsfond einrichten und 40 Morgen Land kaufen, auf dem ein neues Dorf, Torankel, gegr\u00fcndet wurde. Hier wurden 12 Wohnh\u00e4user gebaut und jeder Familie ein St\u00fcck Land zugewiesen. Au\u00dferdem wurde ein Mehrzweckraum und eine Halle f\u00fcr die Weber errichtet, damit sie nicht mehr im Freien weben m\u00fcssen und in der Monsunzeit ihre Webst\u00fchle nicht auf- und abzubauen brauchen. Dar\u00fcber hinaus war die Anschaffung gr\u00f6\u00dferer Webst\u00fchle erforderlich, da die Breite der indischen Saris in Europa wenig Verwendung findet. Schlie\u00dflich wurde noch eine Schule in dem neuen Dorf gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Im Internet ist Nivucha Weavers Co-operative Society zu finden unter:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.angelfire.com\/hi5\/nibucha\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.angelfire.com\/hi5\/nibucha<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die von uns importierten Webarbeiten aus Chotanagpur im Bundesstaat Jharkhand f\u00fchren eine alte Tradition weiter. In der Vergangenheit arbeiteten die Weber aus der Samasi-Kaste in erster Linie f\u00fcr das Mundavolk und produzierten f\u00fcr sie Saris und andere traditionelle Kleidungsst\u00fccke. Auch in Indien hat die massenproduzierende Industrie Einzug gehalten. Als Konsequenz sind die bisherigen Abnehmer der Weber auf die billigeren und als modern geltenden maschinell produzierten Saris umgestiegen. Sowohl die Samasi wie auch die Mundas sind schriftlose Gesellschaften, weshalb die in die T\u00fccher gewebten Symbole und Muster eine wichtige \u00dcberlieferung ihrer Kultur sind. Damit diese nicht verloren geht, wird seit Mitte der 1970er Jahre versucht, mit den traditionellen Techniken, Mustern und Materialien Waren herzustellen, die auf dem europ\u00e4ischen Markt eine Chance haben. Da die Weber fast alle Analphabeten sind, k\u00f6nnen sie zwar die Produktion organisieren, sind mit den Exportformalit\u00e4ten jedoch \u00fcberfordert. Es gelang uns, in Indien Partner zu finden, die den Export \u00fcbernommen haben. Der erfolgreiche Export hat den Webern nicht nur einen neuen Kundenkreis erschlossen, sondern auch dazu gef\u00fchrt, dass die T\u00fccher jetzt auch in Indien nicht mehr als unmodern gelten und der Absatz wieder gestiegen ist. In den 1980 Jahren gelang es den Webern, eine Genossenschaft zu gr\u00fcnden, die [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":56,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17,9],"tags":[],"class_list":["post-74","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-partner","category-webarbeiten-aus-chotanagpur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.chotanagpurgruppe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.chotanagpurgruppe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.chotanagpurgruppe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.chotanagpurgruppe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.chotanagpurgruppe.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=74"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.chotanagpurgruppe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":350,"href":"https:\/\/www.chotanagpurgruppe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74\/revisions\/350"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.chotanagpurgruppe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/56"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.chotanagpurgruppe.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=74"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.chotanagpurgruppe.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=74"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.chotanagpurgruppe.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=74"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}